US-Autoguru prophezeit Abstieg amerikanischer Marken

Die Aussichten für General Motors und Ford sind düster: Die größten US-Autobauer werden nach Expertenmeinung im weltweiten Vergleich künftig an Einfluss verlieren. Dagegen werden ein japanischer, ein südkoreanischer und ein deutscher Hersteller um die Top-Position kämpfen.

Düsseldorf – Die US-Autoindustrie liegt am Boden – und dürfte es auch bleiben. “Ich sehe derzeit noch keine Anzeichen für eine nachhaltige Erholung der Autokonjunktur in den USA in den nächsten zwei bis drei Jahren”, sagte der US-Autoexperte Ron Harbour der “Wirtschaftswoche”.

Vor der Wirtschaftskrise wurden in den USA rund 16 Millionen Autos pro Jahr verkauft. In diesem Jahr werden es laut Magazin rund 11 Millionen sein. “Eine Rückkehr zu den 16 Millionen wird es nicht geben, zumindest nicht auf absehbare Zeit”, wird der Experte zitiert, der sich einen Namen durch den jährlichen Harbour-Report gemacht hat, der die Produktivität der Hersteller misst. “Anders als die meisten Prognosen sehe ich keine große Erholung im kommenden Jahr.”

Für die amerikanischen Traditionsmarken General Motors (GM) und Ford  sieht es demnach düster aus. Harbour geht davon aus, dass GM in Kürze nicht mehr zu den Top Drei der internationalen Autokonzerne gehören wird. Auch Ford werde Einbußen hinnehmen müssen.

Chevrolet Volt versagt als Hoffnungsträger

Zu den größten Automobilherstellern weltweit wird der US-amerikanische Autobauer General Motors (GM) wohl nicht mehr gehören. Der japanische Konzern Toyota , der deutsche Hersteller Volkswagen  und der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor  würden in fünf Jahren um Platz eins kämpfen, sagte Harbour. GM und auch Ford könnten nur hoffen, dass sie dann noch zu den fünf größten Herstellern gehören.

Selbst dem Hoffnungsträger des GM-Konzerns, dem Elektroauto Chevrolet Volt, rechnet Harbour geringe Marktchancen aus. “Der Chevrolet Volt ist mit über 40.000 US-Dollar einfach zu teuer, als dass er sich für den Verbraucher rechnet. Daher wird er von Anfang an nicht in größeren Stückzahlen verkauft werden”, sagte der Experte dem Magazin.

Quelle: http://www.spiegel.de/

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